Hamsterzubehör

Hamsterhaus

In jedes Hamstergehege gehört ein Hamsterhaus. In dieses Hamsterhaus ziehen sich die Hamster während ihrer Ruhezeit zurück. So ist er vor neugierigen Blicken geschützt und kann sich ungestört ausruhen. Wichtig ist, dass das Hamsterhaus aus ungiftigen Materialien besteht, da die Hamster gern daran nagen. Falls das Hamsterhaus farbig gestaltet ist, muss die Farbe natürlich auch ungiftig sein. Im Handel gibt es Hamsterhäuser in den verschiedensten Farben und Formen. Ein mehrstöckiges Hamsterhaus hat den Vorteil, dass man im zweiten Stock den Futternapf oder Wassernapf unterbringen kann oder Leckerlis verstecken kann. Somit wird einer Verschmutzung durch die Einstreu vorgebeugt.

 

Wassertränke

Eine Wassertränke gehört ebenfalls in jedes Hamstergehege. Hier sollte man darauf achten, dass die Hamster nicht an die Plaste herankommen, da diese dann ruck zuck abgenagt wird. Die Trinkflasche nebenan wird außerhalb des Käfigs befestigt, so das nur das Metallröhrchen in den Käfig hineinragt.

Selbstverständlich muss das Wasser immer frisch sein und täglich gewechselt werden. Man kann als Wassertränke auch einen Napf aus Ton oder einem anderen nicht zernagbaren Material nehmen. Die haben jedoch den Nachteil, dass sie schneller verschmutzen.

 

Futternapf

Ein weiteres wichtiges Zubehör in jedem Hamstergehege ist der Futternapf. Auch der Futternapf muss aus einem nicht zernagbaren Material bestehen. Außerdem sollte er standsicher sein, damit er nicht laufend von den Hamstern umgeschmissen wird und das Futter dann in der Einstreu liegt. Der Futternapf sollte ab und zu gereinigt werden.
Das Bild zeigt eine Kombination aus Futternapf sowie einer Höhle zum Nisten, Hamstern oder Schlafen. Dies bietet dem Hamster ein gewisses Mass an Sicherheit, da er hier direkt in seiner Höhle fressen kann.

 

Laufrad

Ein weiteres wichtiges Zubehör in einem Hamstergehege ist ein Laufrad. Ein Laufrad verschafft dem Hamster ausreichend Bewegung. Bei der Auswahl des Laufrades sollte man jedoch einige Dinge beachten. Das Laufrad sollte nicht aus Gitterstäben bestehen, daran kann der Hamster beim Laufen hängenbleiben und sich verletzen. Besser ist eine geschlossene Lauffläche und Rückseite wie es die Laufräder auf der Abbildung links bieten. Sie haben auch keine feststehenden Querbalken, so dass daher kein Schereneffekt auftreten kann. Das Laufrad muss ausreichend groß sein, ansonsten kann es zu Rückenverkrümmungen kommen. Meist steht es bei den Angeboten der Laufräder dazu, bis zu welcher Körperlänge sie geeignet sind.

Oft hört oder liest man, dass Laufräder die Hamster süchtig machen sollen. Wenn ein Hamster in einem zu kleinen Käfig mit wenig Auslauf und vielleicht noch schlechter Einrichtung gehalten wird, mit was soll er sich dann beschäftigen, als stundenlang im Laufrad umherzurennen. Daran ist aber nicht das Laufrad Schuld. Ein Hamster in einem ausreichend großen, mit vielen Versteck- und Klettermöglichkeiten ausgerüstetem Käfig wird ein Laufrad nur als zusätzliches und nicht nur alleiniges Betätigungsmittel sehen.

Weiteres wichtiges Zubehör zur Hamsterhaltung. Für Details einfach auf das entsprechende Bild klicken.

 

                                                                

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Krankheiten der Hamster

Auch Hamster können krank werden. Wenn man den Eindruck hat, der Hamster ist krank, dann sollte man nicht selbst an ihm mit diversen Hausmitteln herumdoktern, sondern mit ihm zum Tierarzt gehen. Viele Tierärzte geben hier leider den Rat, das Tier einschläfern zu lassen. Trotz der Kosten einer ärztlichen Behandlung sollte man dann jedoch noch eine zweite Meinung eines Tierarztes zu Rate ziehen.

Abgebrochene Zähne

Obwohl Nagetierzähne ein Leben lang nachwachsen, kann es trotzdem zu Problemen kommen. Wenn der Hamster sich die Zähne beschädigt hat, darf man ihm nicht zu harte Nahrung geben, bis sie wieder ihre volle Länge haben. Außerdem sollte man beachten, dass sie gerade wachsen. Wachsen sie schief, was z.B. durch eine Kieferverformung nach einem Sturz der Fall sein kann, dann können sie sich nicht mehr an ihrem Gegenstück abschleifen und wachsen überlang aus dem Maul und behindern die Nahrungsaufnahme.

Bisswunden

Hamster sind sehr zähe Tiere. Kleinere Verletzungen verheilen auch ohne Behandlung problemlos. Größere Verletzungen sollte man aber von einem Tierarzt behandeln lassen.

Durchfall

Durchfall ist die häufigste Krankheit bei Hamstern. Bei Nichtbeachtung führt Durchfall sehr oft zum Tod. Hervorgerufen wird Durchfall durch Unterkühlung, nasse Einstreu schmutziges Trinkwasser und verdorbenes oder falsches Futter. Der Kot riecht bei Durchfall Stark und unangenehm, ist schmierig oder flüssig und verklebt die Afterregion. Wenn ein Hamster Durchfall hat, darf man ihm kein Grünfutter mehr geben. Als Gegenmittel gelten ungezuckerter Kamillentee zum Trinken sowie Knäckebrot oder gekochter und gut getrockneter Reis zum Fressen.

Erblindung

Erblindung tritt meist bei alten Hamstern auf und ist unheilbar. Durch ihren guten Geruchs - und Tastsinn können sie aber mit dieser Behinderung leben.

Erkältungen

Zugluft, Feuchtigkeit zu kalte oder zu warme Haltung (trockene Heizungsluft im Winter) machen den Hamster anfällig für Erkältungskrankheiten. Er sträubt dann das Fell, ist appetitlos, lässt die Augen geschlossen und sondert aus diesen und der Nase Ausfluss ab. Hier sollte man den Hamster warm halten (20 – 23°C) und zum Tierarzt gehen.

Geschwulste

Auch Geschwulste sind wie die Blindheit meist Alterserscheinungen. Ob eine Geschwulst gut – oder bösartig ist, lässt sich sehr schwer erkennen. Bei großen Geschwulsten ist der Hamster in seinen Bewegungen eingeschränkt. Hier ist ein Einschläfern die beste Lösung für das Tier.

Hautkrankheiten

Hautkrankheiten werden durch eine unsaubere Haltung hervorgerufen. Der Hamster verliert Haare, kratzt sich häufig und bekommt manchmal eine schuppige Haut. Manche Hautpilze sind auch auf den Menschen übertragbar, darum sollte man mit dem Hamster schnellstmöglich zum Tierarzt.

 

Hirnhautentzündung

Hirnhautentzündung kommt nur bei Goldhamstern vor, die jünger als 4 Monate sind. Ältere Goldhamster und Zwerghamster erkranken nicht an Hirnhautentzündung. Die Hirnhautentzündung bewirkt Apathie, verzögertes Wachstum und ein struppiges Fell. In seltenen Fällen kann sie zum Tod führen. Hirnhautentzündung bei Hamstern ist auch auf den Menschen übertragbar. Normalerweise ist das zwar ungefährlich, bei schwangeren Frauen besteht die Gefahr einer Missbildung des ungeborenen Kindes.

Innere Verletzungen

Innere Verletzungen können durch Stürze oder Einklemmen entstehen. Hier kann man nicht selbst helfen, auch der Tierarzt ist oft machtlos. Innere Verletzungen erkennt man durch unsichere Bewegungen, Schwierigkeiten beim Aufstehen oder Gleichgewichtsstörungen des Hamsters.

Knochenbrüche

Knochenbrüche werden meist durch Stürze oder zu kräftiges Anfassen hervorgerufen. Hier sollte man schnellstens zum Tierarzt gehen.

Mangelerscheinungen

Mangelerscheinungen äußern sich durch Haarausfall, Apathie und verzögertes Wachstum. Die Gründe für Mangelerscheinungen sind meist einseitige oder falsche Ernährung. Abwechslungsreiche und vitaminreiche Ernährung bringen den Hamster schnell wieder auf die Beine.

Ungeziefer

Parasiten treten bei einer sauberen Haltung kaum auf. Kommt es doch vor, dann helfen Ungeziefermittel aus der Zoohandlung. Anzeichen für Ungeziefer ist ein häufiges Kratzen des Hamsters.

Nasser Schwanz

Diese Krankheit ähnelt sehr dem Durchfall, wird aber durch Stress hervorgerufen und endet sehr oft tödlich. Der Hamster wird apathisch, bewegt sich langsam, bucklig und steifbeinig. Der After und der Schwanz sind durchnässt. Hier muss man sofort zum Tierarzt mit ihm. Manchmal kann er noch was retten.

 

Die Ernährung der Hamster

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Goldhamster beim Fressen
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Eine ausgewogene und artgerechte Ernährung ist die Voraussetzung, dass sich ein Goldhamster wohl fühlt. Dazu gehört auch eine gewisse Abwechslung im Speiseplan. Wir wollen ja auch nicht jeden Tag dasselbe essen.

Fertigfutter

Die käuflichen Futtermischungen für Goldhamster bestehen hauptsächlich aus Körnern der verschiedenen Getreidesorten. Diese fertigen Mischungen gibt es von verschiedenen Herstellern und sie sind in der Zusammenstellung auf die Bedürfnisse der Goldhamster abgestimmt. Allerdings kommt es vor, dass die Goldhamster nicht alle Bestandteile mögen und sie einfach übriglassen. Wenn man schon Fertigfutter füttert, dann sollte man ab und zu den Hersteller wechseln, damit wenigstens etwas Abwechslung in den Speiseplan des Goldhamsters kommt. Sicherlich ist das Fertigfutter optimal zusammengesetzt und enthält alle Nährstoffe und Aufbaustoffe, doch ist es auf die Dauer recht eintönig. Der Goldhamster leidet bei dieser Art der Ernährung zwar keinen Mangel, aber gerade bei einem Käfigtier, dessen interessanteste Beschäftigung das Futter ist, sollte man schon auf etwas Abwechslung achten. Deshalb sollte man wenigstens ab und zu selbst gemachtes Futter dem Goldhamster anbieten.

Selbstgemischtes Hamsterfutter

Selbstgemischtes Hamsterfutter besteht zwar auch immer aus den gleichen Bestandteilen, man kann aber hier die Mischungen und das Mischungsverhältnis variieren. Außerdem merkt man schnell, welche Bestandteile der Goldhamster nicht mag. Alle Bestandteile bekommt man im Supermarkt oder Zoohandel.

Folgendes kann man für die Fütterung der Goldhamster einbeziehen: Sonnenblumenkerne, Mais, trockene Erbsen, rohe Nudeln, Kaninchenpellets, Rosinen, hamsterfutter1Erdnüsse, Zirbelnüsse, Haselnüsse, Cornflakes, Haferflocken, Zwieback, Knäckebrot. Goldhamster sind aber keine reinen Vegetarier. Sie fressen auch Hunde- und Katzentrockenfutter. Für Goldhamster sollte das Futter nicht zu klein sein. Bei einigen Futterarten sollte man jedoch bedenken, dass sie bei übermäßigem Verzehr zur Verfettung der Goldhamster führen können. Dazu zählen Nüsse jeder Art, Sonnenblumenkerne und Rosinen. Dieses Futter also nur als Leckerei zwischendurch geben und nicht als Dauerfutter. Da die Goldhamster aus kargen Regionen stammen, in denen es solche Leckerbissen gar nicht gibt, ist ihr Verdauungstrakt nicht auf solche Nahrung eingestellt. Bei einem Zuviel kann es daher zu ernsthaften Erkrankungen kommen. Noch eins muss bei der Zusammenstellung des Futters beachtet werden. Hamster sind Nagetiere, deren Nagezähne ein Leben lang wachsen. Bekommen die Hamster nur weiches Futter, dann wachsen die Nagezähne immer weiter aus dem Maul heraus, bis sie eine Nahrungsaufnahme unmöglich machen. Deshalb brauchen Hamster harte Zusatznahrung. An altem, getrockneten Brot oder Hundekuchen können sie herum nagen und ihre Nagezähne werden regelmäßig abgenutzt.

Grünfutter

Neben allerlei Trockenfutter sollten Goldhamster regelmäßig Grünfutter bekommen.

loewenzahn
Löwenzahn
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Es sind nicht alle Obst- und Gemüsesorten geeignet. Folgendes kann man probieren: Vogelmiere, Wegerich, Löwenzahn, frischer Mais, Kartoffeln, Petersilie, Eisbergsalat, Möhren, Kopfsalat, Kürbis, Zucchini, Sojasprossen, Salatgurken, Endivie, Weißkohl, Kohlrabi, Erdbeeren, Banane, Birnen, Apfel (nicht sauer). Die grünen Teile von Möhren und Kartoffeln sind giftig und müssen vor dem Verfüttern entfernt werden. Von Zeit zu Zeit kann man seinem Goldhamster auch ungespritzte belaubte Zweige von Obstbäumen Birken oder Buchen anbieten. Beim Sammeln von Grünfutter muss man beachten, dass man nicht in der Nähe von Straßen sammelt, da dieses Futter durch die Abgase belastet ist. Weiter muss man das Grünfutter sehr gut waschen. Bei selbst gesammeltem Grünfutter muss man sorgfältig auf Verschmutzungen mit Vogelkot achten und diesen sehr gründlich abwaschen. Vogelkot kann Salmonellen enthalten, die nicht nur für den Goldhamster, sondern auch für den Halter sehr gefährlich werden können.

Trinkwasser

Ob man seinen Goldhamster Trinkwasser anbietet oder nicht, hängt sehr vom Fütterungsverhalten ab. Füttert man

trinkflasche
Trinkflasche
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genügend Grünfutter, dann kann auch mal das Trinkwasser weggelassen werden. Zur Sicherheit kann man ab und zu ein Wasserschälchen reinstellen. Dann merkt man sehr schnell, ob der Goldhamster Durst hat oder nicht. Da Hamster aus sehr trockenen Gebieten kommen, finden sie auch in ihrer Heimat nicht immer genug Wasser und müssen sich mit der Feuchtigkeit aus saftiger Nahrung begnügen. Wenn man Trinkwasser anbietet, dann muss es täglich gewechselt werden, da die Goldhamster die Wasserschale oft als Toilette benutzen und das Wasser schnell verdirbt. Es gibt zwar auch Trinkröhrchen, der Gummistopfen riecht aber meist sehr stark nach Gummi, dann dürfte das Wasser ebenso schmecken. Allerdings haben sie den Vorteil, dass sie nicht so leicht verschmutzen. Besser geeignet sind die rechts abgebildeten Trinkflaschen. Hier wird kein Gummi verarbeitet. Im Röhrchen sind eine oder zwei Metallkugeln, die ein Auslaufen des Wassers wirkungsvoll verhindern. Diese Trinkflaschen werden von außen an den Käfig angebracht, so dass nur das Röhrchen hineinragt. So wird ein Anknabbern der Trinkflasche wirkungsvoll verhindert. Ein weiterer Vorteil der Fütterung mit Grünfutter statt Trinkwasser ist, dass man sich Vitaminpräparate, die dem Wasser zugegeben werden, sparen kann. Vitamine sind in dem oben beschriebenen Grünfutter genug drin.

Hier ein paar Beispiele für Futter für Hamster. Für Details einfach auf das entsprechende Bild klicken.

                                                              

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Die Zucht der Goldhamster

hamsterzucht
Goldhamster mit Jungen
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Goldhamster sind sehr fruchtbar und vermehren sich auch in der Gefangenschaft problemlos. Bevor man jedoch mit der Zucht der Goldhamster beginnt, sollte man einige Dinge vorher bedenken. Da Goldhamster nur in den wenigsten Fällen paarweise zusammen gehalten werden können, manchmal werden die Männchen vor der Geburt der jungen Goldhamster sogar getötet, braucht man für die Elterntiere 2 Käfige. Da man vorher in den wenigsten Fällen weiß, ob man für den Nachwuchs Abnehmer findet, ist ein weiterer Käfig ist für die heranwachsenden jungen Goldhamster nötig. Ein weiterer Aspekt ist die verstärkte Geruchsbelästigung. Da die Goldhamstermutter in den ersten beiden Wochen des Lebens ihrer Sprösslinge nicht gestört werden darf, ist es nicht verwunderlich, wenn der Käfig anfängt zu müffeln. Das lässt sich leider nicht umgehen, da ein Hantieren im Zuchtkäfig dazu führen kann, dass die verschreckte Goldhamstermutter ihre Jungen auffrisst. Wenn die jungen Goldhamster das Nest verlassen, benutzen sie die gleiche Kotecke wie die Mutter. Der Milchkot riecht jedoch etwas strenger.

Paarung der Goldhamster

Goldhamsterweibchen verteidigen ihr Revier stärker als die Männchen. Daher setzt man zur Verpaarung immer das

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Goldhamsterhochzeit
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Weibchen in den Käfig des Männchens. Bei ersten Anzeichen eines Kampfes müssen die Goldhamster wieder getrennt werden. Manchmal kommt es aber erst nach mehreren Minuten zu einem Kampf, darum Obacht. Am leichtesten gelingt die Paarung, wenn man es zu einer Zeit versucht, wenn das Weibchen paarungsbereit ist. Dies geschieht alle 4-6 Tage. Die Paarungsbereitschaft kann man beim Goldhamster recht gut erkennen. Dazu streicht man mit der Hand über den Rücken oder berührt das Hinterteil. Wird die Goldhamsterdame dabei stocksteif, stellt die Hinterbeine weit auseinander und reckt den Schwanz senkrecht nach oben, dann ist sie zur Paarung bereit. Der Paarung von Goldhamstern geht meist ein spielerischer Kampf voraus. Schließlich beriechen und belecken sich die Goldhamster gegenseitig die Genitalien und die Paarung steht kurz bevor. Bei der Paarung nimmt das Weibchen die oben beschriebene Stellung ein und das Männchen reitet auf. Im Laufe der Zeit kommt es zu mehreren Paarungen, bis die Bereitschaft des Weibchens nachlässt. Jetzt sollte man die Goldhamster genau beobachten, damit man sie rechtzeitig trennen kann.

Die Kinderstube der Goldhamster

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Goldhamster beim Säugen
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Kurz vor der Geburt, die etwa 16-19 Tage nach der Paarung erfolgt, zieht sich das trächtige Weibchen in das das sorgfältig ausgepolsterte Nest zurück.Geburtsschwierigkeiten gibt es nicht, da die jungen Goldhamster sehr klein sind. Die 6-8 kleinen Goldhamster werden nackt und blind geboren und von der Mutter trockengeleckt. Das Trockenlecken dient unter anderem dazu, dass die Durchblutung in Gang kommt. Ohne das Belecken können die Neugeborenen nicht überleben. Totgeborene Junge werden gefressen, damit das Nest nicht verschmutzt wird. Auch die Nachgeburt wird gefressen, die in ihr enthaltenen Hormone regen den Milchfluss an. Nachdem alle Jungen geboren worden sind, reinigt die Goldhamstermutter das Nest und die Jungen bekommen ihre erste Milchmahlzeit. Die kleinen Goldhamster wachsen sehr schnell. Ab dem 5. Tag kann man schon Ansätze des Fells sehen. Nach ungefähr 12 Tagen verlassen die jungen Goldhamster das erste Mal selbstständig das Nest. Dabei sind ihre Augen aber noch geschlossen. Sie öffnen sich ein bis zwei Tage später. Im Alter von 3 Wochen werden die Jungen von der Mutter entwöhnt. Unter natürlichen Bedingungen gehen die jungen Goldhamster jetzt eigene Wege. Wir müssen die Jungen jetzt in einen seperaten Käfig geben, bevor sie von der Goldhamstermutter weggebissen werden. Manchmal kann man ein weibliches Jungtier bei der Mutter lassen.

Das Gehege für den Hamster

Für die Auswahl des Hamstergeheges sollten wir uns erst einmal die Bedingungen in der Heimat der Hamster ansehen. Hamster legen in ihrer natürlichen Umgebung bei der Nahrungssuche weite Strecken zurück. Trotz ihrer geringen Körpergröße sind Hamster Lauftiere. Darum sollte das Gehege so groß wie möglich sein. 60 cm Seitenlänge ist das Mindestmaß, was man seinen Hamstern bieten sollte. Ideal wäre eine Grundfläche von 1 m². Leider bekommt man solche Käfige im Handel nur sehr schwer. Einige der im Handel erhältlichen Käfige sind so klein, dass nach dem Hineinstellen von Schlafkästchen, Laufrad und Futternapf kaum noch Platz für einen ausgewachsenen Goldhamster bleibt. Solche Käfige sollte man auf keinen Fall seinen Hamstern antun. Ein recht guter Kompromiss ist, wenn das Hamstergehege mehrere Etagen besitzt. Dann sollten die Böden jedoch aus Holz und nicht aus Gitterstäben bestehen, denn darauf laufen die Hamster nicht gern.

Für die Unterbringung von Hamstern stehen 3 Möglichkeiten zur Auswahl. Das sind Gitterkäfige, Terrarien oder Eigenbaugehege.

Gitterkäfige

Gitterkäfige bieten vielfältige Klettermöglichkeiten, jedoch sollte man beachten, dass die Gitter waagerecht angeordnet sind und nicht senkrecht.

gitterkaefig
Gitterkäfig
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Da Hamster gern klettern, würden sie an senkrechten Gitterstäben wieder herunterrutschen. Die Gitterstäbe sollten nicht mehr als 1 cm Abstand haben, da es sonst passieren kann, dass der Hamster hindurch schlüpft. Hier passt der gleiche Grundsatz wie bei Katzen: Wo der Kopf hindurch passt, passt der Rest auch durch. Besondere Beachtung sollte man dem Verschluss der Tür schenken. Dort entsteht durch die Konstruktion oft ein Loch, durch das ein junger Goldhamster entkommen kann.
Bei der Auswahl des Käfigs kommt es nicht darauf an, dass der Käfig schön aussieht. Den Hamstern ist das Wurscht. Der Hamster soll sich darin wohl fühlen, nur das zählt. Manche Vogelkäfige lassen sich als Hamsterkäfige leicht umbauen. Vogelkäfige haben aber einen entscheidenden Nachteil, sie sind meist sehr hoch. Hamster klettern nun mal gern und wenn sie einmal abstürzen, kann das aus größerer Höhe sehr gefährlich werden.

Terrarien und Aquarien

Terrarien oder Aquarien eignen sich auch als Hamsterheim, jedoch ist hier einiges zu beachten. Zu den Vorteilen zählen:

keine Sichtbehinderung durch Gitter

terrarium
Aquarium als Gehege
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keine heraus fliegende Einstreu

keine Fluchtgefahr bei Jungtieren

Dem stehen folgende Nachteile entgegen:

  • schlechte Transportmöglichkeit wegen des höheren Gewichts
  • durch verschmutzte Scheiben höherer Reinigungsaufwand
  • schlechtere Luftzirkulation
  • fehlende Klettermöglichkeit

Letzteres lässt sich leicht durch eine entsprechende Einrichtung kompensieren. Die schlechtere Luftzirkulation kann aber speziell bei umfunktionierten Aquarien zum Problem werden. Da verbrauchte Luft schwerer und feuchter ist, sammelt sie sich am Boden. Wenn sich der Hamster laufend auf erhöhten Punkten aufhält oder dort schläft, dann sollte man die Ursachen näher untersuchen. Es kann sein, dass es ihn einfach am Boden zu sehr stinkt.
Besser sind da umfunktionierte Terrarien, da diese meist vorn unten und hinten oben Be- und Entlüftungsflächen in Form von Lochblechen haben.

 

Selbstgebaute Hamstergehege

Als beste Alternative finde ich die selbst gebauten Hamstergehege. Diese kann man in Größe und Form perfekt an den jeweiligen Aufstellort anpassen.

hamstergehege

Hamstergehege Marke Eigenbau
(zum Vergrößern aufs Bild klicken)

Man braucht dazu nur etwas handwerkliches Geschick und schon kann man seinem Hamster ein schönes und zweckmäßiges Heim zur Verfügung stellen. Als Grundmaterialien braucht man dazu Holzplatten, eine Glasscheibe als Frontscheibe, Gitter, einen Bohrer und Silikon. Aus den Holzplatten werden Boden, Rückwand und Seitenwände gefertigt. Dazu eigenen sich mittel dicke beschichtete Spanplatten, wie sie z.B. für Küchenmöbel verwendet werden. Diese Spanplatten sind wasserfest, leicht zu reinigen und bieten wegen ihrer glatten Oberfläche keine Ansatzpunkte für die Nagezähne der Hamster. Nach dem Zusammenschrauben der Holzplatten werden alle Fugen mit transparentem Silikon verschlossen, damit kein Urin in das Holz dringen kann. Die Frontscheibe setzt man am besten in Führungsschienen, damit sie leicht nach oben herausgezogen werden kann. Das erleichtert die Reinigung erheblich. Zum Schluss bekommt das Gehege noch einen aufklappbaren Gitterdeckel.

Gekaufte Hamstergehege

Wer handwerklich nicht so begabt ist oder einfach keine Zeit hat, sein Hamstergehege selbst zu bauen, für den gibt es mittlerweile sehr schöne und zweckmäßige Hamstergehege zu kaufen. Hier ein paar Beispiele für ausreichend große Gehege. Für Details einfach auf das entsprechende Bild klicken.

                          

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